Wir alle müssen irgendwann unsere letzte Reise antreten. Aber was, wenn ein Cadillac oder Lincoln nicht ganz Ihrem Stil entspricht? Aus praktischen Gründen spiegelt die Wahl des Leichenwagens nicht immer die automobilen Vorlieben des Verstorbenen zu Lebzeiten wider.
JDM-Fans haben jedoch Glück: Nissan und Toyota produzieren auf ihrem Heimatmarkt würdevolle Limousinen, die sich hervorragend als Basis für den Umbau zu Leichenwagen eignen. Ein solches Fahrzeug wurde kürzlich in den USA zum Verkauf angeboten.
Dieser 2001 Toyota Crown Athlete V bietet den nötigen Platz für einen Sarg, sieht ansonsten aber aus wie die perfekte Basis für ein Drift-Projekt. Unter der Haube sitzt ein turboaufgeladener 2,5-Liter-Reihensechszylinder mit enormem Tuning-Potenzial, kombiniert mit Hinterradantrieb.
Das Getriebe ist eine Automatik – soweit wir wissen, wurde für diese Modelle nie ein Schaltgetriebe angeboten. In dieser Generation (S170) baute Toyota sowohl Limousinen als auch Kombis. Es sieht so aus, als sei dieser Leichenwagen aus einem Kombi entstanden.
Auch wenn dieser Wagen nicht so aufwendig geschmückt ist wie traditionelle japanische Leichenwagen, erledigt er seinen Job zweifellos – und das ohne Vorwürfe der kulturellen Aneignung.
Der Radstand scheint nicht verlängert worden zu sein, daher steht der Sarg etwa dort, wo normalerweise die hintere Sitzreihe wäre. Der Laderaum ist sauber mit Holzverkleidungen ausgeschlagen, obwohl der hastig umgebaute Bereich der Rücksitze nicht die gleiche Behandlung erhalten hat. Der Passagier wird sich wohl kaum beschweren.
Die Crown S170 debütierte 1999 und wurde bis 2002 gebaut. Der Athlete war die sportlichere Variante neben der luxuriösen Royal-Ausstattung und der Langversion Majesta. Er verfügte über den turboaufgeladenen 1JZ-Motor, einen meshartigen Kühlergrill und ein dezentes Bodykit.
Der Name Crown gehört zu den ältesten in der Toyota-Palette und reicht bis ins Jahr 1955 zurück. In den letzten Jahren hat Toyota die Crown-Familie um eine erhöhte TNGA-Limousine und den Signia-Crossover erweitert. Traditionelle heckgetriebene Crown-Modelle werden auf dem amerikanischen Markt jedoch nicht angeboten.
Das Inserat enthält nicht viele Informationen zum Fahrzeug, bestätigt aber einen Kilometerstand von über 131.000 km. Der Preis liegt bei 13.450 € – deutlich teurer als vergleichbare Crown-Modelle derselben Epoche. Andererseits handelt es sich hier um ein ziemlich ungewöhnliches Fahrzeug.



